Eine Stunde länger arbeiten, später in Rente gehen, telefonische Krankmeldung soll weg und „Karenztag“ bei Krankheit = am ersten Krankheitstag keinen Lohn. Was kommt als Nächstes?

Während so manch Einer fürstlich vom deutschen Sozialsystem lebt und sich über Arbeitszeit keine Gedanken machen muss, soll von den Leistungsträgern noch mehr abverlangt werden.

Söder verlangt eine zusätzliche Stunde Arbeit pro Woche. Begründung: „Wirklich nicht zu viel verlangt“.
Leicht gesagt – vom Schreibtisch aus, bei fürstlicher Bezahlung.

Wen meint Söder eigentlich mit: Eine Stunde mehr ist nicht zu viel verlangt?

Die Mehrheit arbeitet hart – körperlich oder unter Dauerstress: Schichtdienst, Handwerk, Pflege, Industrie, Logistik, Berufskraftfahrer, Monteure und viele andere leisten heute schon Überstunden, um über die Runden zu kommen oder ihr Pensum zu erreichen. Wie viel soll da noch geleistet werden? Eine Stunde mehr heißt dort keine „schlauen“ Reden schwingen, sondern Mehrbelastung. Woche für Woche. Ohne dass am Monatsende spürbar mehr übrig bleibt.

Unter dem Etikett „Wirtschaftsaufschwung“ soll noch mehr Arbeit erzwungen werden.
Das verfehlt das Problem. Und zeigt die Ahnungslosigkeit, ja – die politische Kurzsichtigkeit Söders.

Nicht zu wenig Arbeitszeit bremst das Wachstum, sondern:

– Hohe Energiepreise.
– Abgaben- und Steuerlast.
– Bürokratie und Regulierung.
– Investitionsfeindliches Klima.
– Selbstverschuldeter Fachkräftemangel (Trotz millionenfach zugewanderter „Fachkräfte“).
– Kaufkraftverlust.
– Staatliche Fehlanreize.

Wer glaubt, Deutschlands Probleme ließen sich mit „noch einer Stunde Arbeit“ lösen, verweigert die Realität.

Mehr Leistung ohne spürbaren Mehrwert ist kein Fortschritt, sondern Wegducken.

Arbeit muss sich lohnen. Leistungsträger entlasten – nicht belasten.
Dafür steht nur die AfD.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/soeder-verlangt-eine-stunde-mehrarbeit-schwesig-widerspricht,VA01JCO